Wagenheber

Wagenheber

Häufig müssen im Frühjahr oder im Herbst die Räder gewechselt werden. Der Grund dafür ist, dass die Winter- oder Sommerräder ein Muss aufgrund der Straßenverkehrsordnung sind. Neben den privaten Haushalten wird ein Wagenheber auch bei einer Panne oder beim Motorsport benötigt.

Die unterschiedlichen Ausführungen bei einem Wagenheber

Die Unterscheidung erfolgt häufig aufgrund ihrer Funktionsweise. Das bedeutet, man unterscheidet, ob der Wagenheber pneumatisch arbeitet, hydraulisch funktioniert oder als Druckluftausführung im Einsatz ist. Die Funktionsweise kann ebenfalls mechanisch oder elektrisch erfolgen. Ebenso gibt es unterschiedliche Ausführungen für bestimmte KFZ-Modelle.

Dabei wird grundsätzlich in fünf unterschiedliche Ausführungen unterschieden:
Hierbei steht an erster Stelle der Rangierwagenheber. Diese Ausführung kommt bei jedem Fahrzeug für die Gewichtsklassen 2t bis 5 t zum Einsatz. Diese Version wird zum Rangieren der Fahrzeuge eingesetzt. Diese Ausführung funktioniert meistens mit Hydraulik. Dabei wird die Hydraulikflüssigkeit in Form eines Kolbens oder einer Stange in die Heber-Ausführung gepumpt. Durch den dadurch entstehenden Druck hebt sich das Gerät und somit ist kaum ein Kraftaufwand erforderlich. Dadurch kann hier ein Reifenwechsel mit Wagenheber problemlos vorgenommen werden.

Bei einer weiteren Ausführung handelt es sich um den Scherenwagenheber oder auch als Stempelwagenheber bezeichnet. Bei dieser Ausführung dient eine Kurbel als Tragkraft und Antrieb. Die Heber-Ausführung muss hier manuell bedient werden. Vor Vorteil beim Einsatz ist es bei dieser Ausführung, dass wenn dort ein Fahrzeug in der Werkstatt auch tief liegt, dieser Wagenheber ebenfalls zum Einsatz kommen kann. Dabei ist jedoch ein körperlicher Einsatz erforderlich.

Auch gibt es die Luftkissenwagenheber. Bei sehr langen Fahrzeugen, die auch noch viel wiegen, wird diese Ausführung aufgepumpt und man bekommt somit das Fahrzeug in die Höhe bringen. Die Ausführungen, wie ein LKW-Wagenheber oder eine Jumbo-Ausführung, arbeiten ähnlich, wie ein Luftkissenwagenheber.

Dabei ist die Pneumatik-Ausführung eine gute technische Anwendung, um ohne Kraft und Aufwand einen Wagen hochzubringen.

Die wichtigsten Kaufkriterien wenn Sie einen  Wagenheber kaufen möchten

Die richtige Ausführung

Vor der Kaufentscheidung sollte man sich überlegen, welchen Typ für einen hier genau in Frage kommt. Eine pneumatische Ausführung sowie einen Scherenwagenheber ist klein, leicht und kompakt. Ebenso ist es wichtig, sich vorher zu überlegen, ob man eine elektrisch oder mechanisch funktionierende Version benötigt. Auch die Ausführung in Stahl oder Alu ist von Bedeutung.

Zubehör und Ausstattung

Auch sollte das Zubehör vor der Kaufentscheidung angeschaut werden. Dabei geht es um Kolbendichtungen , ein Querträger sowie unterschiedliche Adapter sowie eine Gummiauflage , um einige Zubehörteile zu nennen, gehen Diese Qualität der Zubehörteile sollte man sich ebenfalls vor einer Kaufentscheidung anschauen.

Bedienung

Dieser Punkt ist ebenfalls sehr wichtig, weil nicht jeder der Käufer auch das technische Vorwissen hat. Deshalb ist gerade bei Situationen, wie zum Beispiel bei eine Panne, von Bedeutung, dass der Wagenheber schnell und leicht aufstell- und bedienbar ist.

 

 

 

Bremsen

Geräuschentwicklung bei Bremsbelägen

Die Vibration von Bremsbelägen im Hochfrequenzbereich, die deutlich hörbar ist, resultiert aus der eigenen Resonanz und aus der Vibration des Fahrzeuges. Hier kann folgende Regel aufgestellt werden: je höher die Frequenz ist, desto geringer ist die Masse des Resonanzkörpers. Es kann durchaus vorkommen, dass bei Fahrzeugen der gleichen Modellreihe, das eine Fahrzeug die Problematik der Vibration bzw. des Pfeifens aufweist, das andere Fahrzeug jedoch nicht. Dies ist abhängig von der Kette der Toleranzen, die sich unvermeidbar bei der Montage eines jeweiligen Fahrzeuges ergeben, wie z.B. bei der Radaufhängung. Auch Umwelteinflüsse können sich positiv oder negativ auswirken: Temperatur, Feuchtigkeit und die Beschaffenheit der Belagmischung, können wichtige Faktoren sein. So ist z.B. nachgewiesen, dass das Pfeifen bei feuchtem Klima nur mäßig auftritt. Es gibt jedoch Möglichkeiten, das Phänomen des Pfeifens einzuschränken:

  • Das Bestreichen der Oberfläche der Belagplatte mit Kupferpaste
  • Das Abkanten der Belagecken
  • Ein dünnes Zwischenstück aus z.B. Aluminium oder hitzebeständigem Kunststoff, zwischen die Belagplatte und die Kolben legen
  • Eventuelle Rückstände auf der Belagoberfläche mit Schmirgelpapier entfernen
  • Einen radialen Einschnitt mit einer Säge in die Belagoberfläche setzen (falls hier keiner vorhanden sein sollte)

Oben aufgeführte Tipps müssen nicht zwingend zur Eliminierung der Pfeifgeräusche führen.

Leider akzeptiert kein Hersteller eine Reklamation, die aufgrund von pfeifenden Belägen während einer Bremsung auftreten.

Gepostet von / February 19, 2018 / Gepostet in Tipps

Beurteilung und Überprüfung von Gebrauchten Bremsscheiben

Wesentliche Beurteilungspunkte sind hierbei:

1. Übermäßiger Verschleiß
2. Riefenbildung
3. Tragbild
4. Rissbildung

Zu den Beurteilungspunkten im Einzelnen:

1. Übermäßiger Verschleiß

Ist die Mindestdicke der Bremsscheibe unterschritten (bei Brembo Bremsscheiben steht die Mindestdicke – min. Th. oder minimum Thickness auf dem Rand der Scheibe), muss diese erneuert werden. Maßgebend hierfür ist die dünnste Stelle der Scheibe im Bereich der Reibfläche. Zur Messung sollte eine Bügelmessschraube verwendet werden. Messen Sie die Dicke der Scheiben an mehreren Stellen des Umfangs (alle 45°).
Bezugnehmend auf Brembo Bremsscheiben, wird bei Brembo Aftermarket und Brembo High Performance Scheiben eine Verschleißgrenze von 2 mm angegeben, bei Brembo Racing Scheiben nur 1 mm, da man im Motorsport Bereich immer mit der maximalen Leistung arbeitet und weniger Material verwendet, um bei den ungefederten Massen zu sparen.
Falls keine Werte der Mindestdicke vorliegen, sollte diese beim Scheibenhersteller angefragt werden.

2. Riefenbildung

Die amorphe Struktur der Bremsbeläge sowie zeitweise zwischen Bremsbelag und Bremsscheibe eingeklemmte Fremdkörper (z.B. Bremsbelagpartikel) führen in der Regel zur leichten Riefenbildung an Bremsscheiben. Eine leichte Riefenbildung muss nicht zwingend das Bremsverhalten verschlechtern. Allerdings wird hierbei bei einem Bremsbelagwechsel nicht mehr die gesamte Reibfläche genutzt, da sich das Belagmaterial nur mit den erhabenen Flächen auf der Bremsscheibe verbindet und sich dadurch weiter ungleich abnutzt. Es ist bei einer Scheibe mit Riefen zu empfehlen, diese bei einem Belagwechsel auch auszutauschen.

3. Tragbild

Regelmäßig auftretende Tragbildmängel sind:

a) Hinweise zur Riefenbildung und deren Beurteilung sind unter Punkt 2 zu entnehmen.

b) Korrosion im Bereich der eigentlichen Reibfläche. Bei einigen Fahrzeugtypen kommt es an der Innenseite der Bremsscheiben zur Korrosion im Bereich der eigentlichen Tragfläche. Dies gilt vermehrt auch für die Innen- und Außenseite der hinteren Bremsscheiben von frontgetriebenen Fahrzeugen, die hauptsächlich teilbeladen und innerorts betrieben werden. Vergleichsmessungen zwischen voll tragenden Bremsscheiben und Bremsscheiben mit teilweise korrodierter Reibfläche haben gezeigt, dass die maximale Verzögerung eines Fahrzeugs mit kalter und warmer Bremsanlage sich nicht unzulässig verschlechtert, sofern höchstens 20 % der Ringflächenbreite der Bremsscheiben-Reibfläche nicht korrekt trägt. Korrosion im Bereich der eigentlichen Bremsscheiben-Reibfläche ist daher nur zu bemängeln, wenn:
• Davon auszugehen ist, dass über 20 % der Ringflächenbreite der Bremsscheiben-Reibfläche auch nach kräftigem „Freibremsen“ nicht tragen wird.
• Im Bereich der Korrosionsstellen die Mindeststärke unterschritten wird.
• Die Bremswirkung unzureichend ist.
• die Bremskraftwerte unzulässig stark schwanken.

c) Flecken- / Konturlinienbildung (Hotspots) im Bereich der Reibfläche unter bestimmten umwelt- und betriebsbedingten Einflüssen, bilden sich schon nach relativ kurzer Standzeit. Bremsbelag Abdrücke auf der Bremsscheibe. Charakteristisch für diese Abdrücke sind häufig Konturlinien der Bremsbeläge, die teilweise auch nach mehrmaligem, kräftigem Bremsen noch vorhanden sind. Diese Flecken und Konturlinien haben keinen negativen Einfluss auf die Bremswirkung und sind daher kein Mangel. Weiter kann es sich auch um ein „Schmieren“ des Belages handeln, der für die Bremscheibe zu „weich“ ist. Die Bremseigenschaft verschlechtert sich hierdurch nicht.

d) Verschleißform In Abhängigkeit von der Konstruktion und durch eine hohe Belastung der Scheibenbremse. Hierdurch kann es zu einem von außen nach innen oder umgekehrt zunehmenden Bremsscheibenverschleiß kommen. Ein von außen nach innen zunehmender Verschleiß ist nicht einfach zu erkennen. Diese Bremsscheiben können auf den ersten Blick optisch einen guten Eindruck erwecken, da sich an der Außenkante der Bremsscheibe nur ein leichter Grad bildet. Durch die hohe Belastung hat dieser Grad in der Regel nur eine leichte Oxidschicht und die Reibfläche ist metallisch blank.

4. Rissbildung

Bedingt durch hohe Wärmespannungen beim schnellen Erwärmen und Abkühlen der Bremsscheiben, bilden sich im Bereich der Bremsscheiben Reibfläche leichte Oberflächen Haarrisse. Sie können leicht gezackt, annähernd radial oder netzartig verlaufen und sind meistens über die gesamte Reibfläche der Bremsscheibe verteilt. Diese Haarrisse haben keinen negativen Einfluss auf die Funktion der Bremsscheibe. Radial durchgehende, über mehr als 50%*** der Reibringbreite verlaufende sowie kürzere „aufklaffende“ Risse und Anrisse am Scheibenrand oder bei gelochten Scheiben von Loch zu Loch, sind i.d.R. nicht nur oberflächlich. Sie können zum Bruch der Bremsscheibe führen und sind sofort auszutauschen. Bei der Untersuchung von Bremsscheiben auf Rissbildung ist zu beachten, dass Konturlinien angeklebter Bremsbeläge leicht mit durchgehend verlaufenden Rissen verwechselt werden können.